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SEMINARE



    Schmelztiegel Orient                      Aquileia
    Vorderasien zwischen 500 und 1500         Weltstadt, Handelsmetropole, Grenz-
                                              bollwerk, Bischofssitz, Weltkulturerbe –
    In den tausend Jahren zwi-
    schen  der  Spätantike  und               Ein virtueller Rundgang
    dem Beginn der Neuzeit                    Das heute beschauliche Städtchen Aquileia blickt auf eine
    erlebte Vorderasien eine                  große Vergangenheit zurück: Seit seiner Gründung als römische
    Zeit des Übergangs. Viele                 Kolonie im 2. Jh. v. Chr. war es Drehscheibe wirtschaftlicher
    kulturellen  Phänomene,                   und militärischer Unternehmungen im Adria- und Ostalpenraum.
    die wir heute mit „dem                    Zeitweise rangierte Aquileia unter den zehn größten Städten des
    Orient“ verbinden, haben                  römischen Imperiums, und behielt als Bischofs- und Patriarchen-
    sich damals entwickelt.                   sitz auch nach dem Ende der Antike noch jahrhundertelang seine
    In dieser Phase spielte                   Bedeutung, nicht zuletzt auch für das südliche Österreich, für das
    die  Übernahme  antiker  Traditionen  eine wesentliche  Rolle.   es eine direkte Verbindung zum Mittelmeerraum darstellte. Die
    Aber auch die transmediterranen Kulturkontakte hatten einen    Stadt und die noch sichtbaren Monumente dieser Geschichte
    bedeutenden Einfluss auf die entstehende Wissens-   sind heute UNESCO-Weltkulturerbe.
    kultur, die bis in das 15. Jahrhundert tonangebend war und auch   Wir werden in diesem Trimester in einem virtuellen archäologi-
    die europäische Entwicklung geprägt hat. In den letzten Jahren   schen Rundgang die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Aquileias
    haben sich neue historische Erkenntnisse dazu ergeben, mit     besichtigen, wie etwa die Basilika mit den bekannten konstanti-
    denen wir uns an vier Abenden beschäftigen wollen.  nischen Mosaiken oder die Bestandteile des öffentlichen römi-
    1. Der Abschied vom islamischen Mittelalter   schen Lebens wie das Forum, den Hafen oder das Theater.
    2. Die bewaffneten Wallfahrten
    3. Die Entstehung der Religionen            Anmeldung:   bis Mittwoch, 16. April    Q104
    4. Der Weg des Wissens                        Beginn:   Donnerstag, 24. April
                                                    Zeit:   Do, 17.15–18.45 Uhr
      Anmeldung:   bis Freitag, 02. Mai    Q102     Dauer:   2 Abende
       Beginn:   Dienstag, 06. Mai                   Ort:   URANIA, Hauptplatz 16-17/II
          Zeit:   Di, 19.00–20.30 Uhr             Kosten:   € 32,–    Nichtmitglieder € 37,–
        Dauer:   4 Abende                         Leitung:  Mag. Dr. Patrick Marko, Archäologe
          Ort:   URANIA, Hauptplatz 16-17/II
        Kosten:   € 43,–   Einzelkarten: 4 x € 15,–
        Leitung:  UD Dr. Hannes D. Galter, Orientalist


    Attika

    In Attika, der Landschaft um Athen, gibt es verborgene Zugänge
    in die Unterwelt, Silberminen, in denen Sklaven arbeiten
    mussten, aber auch Orte, an denen die Griechen die Perser be-
    siegt haben. Tempelanlagen und antike Städte als Austragungs-
    ort antiker Mysterienreligionen runden die Attraktionen der
    Region ab. Besprochen werden unter anderem Eleusis – Kap
    Sounion – Lavrion – Marathon – Salamis.
      Anmeldung:   bis Donnerstag, 12. Juni    Q103
       Beginn:   Mittwoch, 18. Juni
          Zeit:   Mi, 17.15–18.45 Uhr
        Dauer:   3 Abende
          Ort:   URANIA, Hauptplatz 16-17/II
        Kosten:   € 37,–   Einzelkarten: 3 x € 15,–
        Leitung:  Mag. Dr. Sigrid Vollmann, Archäologin

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