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SEMINARE



        Deutsches Kaisertum                       Der Lukasbund – Die Nazarener
        im Barock                                 Unzufrieden mit der Ausbildung an der Wiener Akademie der
                                                  Bildenden  Künste  unter  Heinrich  Füger  schließen  sich  1808
        Das deutsche Kaisertum der Barockzeit wird geprägt vom   die Studenten Friedrich Overbeck, Franz Pforr, Joseph Sutter,
        Dreißigjährigen Krieg, der Türkenbedrohung und dem Kampf   Joseph Wintergerst, Ludwig Vogel und Johann Konrad
        zwischen dem Haus Habsburg und Frankreich um die Vormacht-  Hottinger zum Lukasbund zusammen. 1810 verlassen sie Wien,
        stellung in Europa.                       um sich im verlassenen Kloster San Isidoro in Rom niederzu-
        1. Ferdinand II. – Gegenreformator und Protagonist des   lassen. Bald werden weitere Künstler folgen, die wie sie nach
          Dreißigjährigen Krieges                 einer Neuorientierung der Kunst mit romantisch-religiösen
        2. Leopold I. – Barocke Größe im Namen des Reiches  Motiven nach ihren Vorbildern Raffael und Dürer streben
        3. Karl VI. – Österreich im Kampf um die Vormacht-   und wegen ihrer langen Haare ironisch „Nazarener“ genannt
          stellung in Europa                      werden.
                                                  Im Seminar wird an drei Abenden die Entwicklung vom „Lukas-
          Anmeldung:   bis Mittwoch, 30. April    Q105  bund“ in Rom zum Stilbegriff „Nazarener“ verfolgt und anhand
           Beginn:   Mittwoch, 07. Mai            von ausgewählten Bildbeispielen analysiert.
              Zeit:   Mi, 19.00–20.30 Uhr
            Dauer:   3 Abende                       Anmeldung:   bis Mittwoch, 16. April    Q107
              Ort:   URANIA, Hauptplatz 16-17/II      Beginn:   Dienstag, 22. April
            Kosten:   € 37,–   Einzelkarten: 3 x € 15,–     Zeit:   Di, 17.15–18.45 Uhr
            Leitung:  Mag. Dr. Franz Fink, Historiker     Dauer:   3 Abende
                                                         Ort:   URANIA, Hauptplatz 16-17/II
                                                      Kosten:   € 37,–    Einzelkarten: 3 x € 15,–
                                                      Leitung:  Mag. Dr. Elfriede Wiltschnigg,
        Kaiser Ferdinand I.                                   Kunsthistorikerin

        Ein tauglicher oder untauglicher Kaiser in
        einer schwierigen Zeit?                   Die Frührenaissance
        Ferdinand wurde nach dem Tode seines Vaters 1835 Kaiser von
        Österreich. Als erstgeborener Sohn von Franz II/I. war er der   Sandro Botticelli und Piero della Francesca
        erbliche und legitime Nachfolger seines Vaters auf dem Thron.   Im Zentrum der fünf Abende steht das Schaffen des Malers
        Auf Grund seiner Krankheiten galt er bei den Zeitgenossen als   und Zeichners Sandro Botticelli (1445–1510) und Piero della
        nicht vielversprechender Erbe für das Kaiseramt. Er galt und   Francescas (um 1410 bis 1420–1492), Maler und Kunsttheore-
        gilt als Beispiel dafür, dass ein „rechtmäßiger“ Herrscher nicht   tiker. Bilder mit religiösen, mythologischen und allegorischen
        unbedingt für sein Amt geeignet sein musste. Die Rechtmäßig-  Inhalten und Portraits verweisen auf den Einfluss von Fra
        keit beruhte allein auf der dynastischen Abstammung und   Angelico, Fra Filippo Lippi und Masaccio, zeigen aber auch die
        nicht auf persönlichen oder erworbenen Verdiensten. Schon zu     individuellen stilistischen Ausprägungen Botticellis und della
        seinen Lebzeiten wurde Ferdinand I. verhöhnt – als „Nandl der   Francescas.
        Trottel“, „Ferdinand der Gütige“ u.ä.
        Die Vortragsreihe versucht, Fakten seiner Regierungszeit zu     Anmeldung:   bis Freitag, 09. Mai    Q108
        skizzieren, Legendenhaftes klarzustellen und ein objektives Bild      Beginn:   Dienstag, 13. Mai
        dieses Monarchen zu geben, der zu Unrecht oft am Rande der      Zeit:   Di, 17.15–18.45 Uhr
        Geschichte stehend gesehen wird.               Dauer:   5 Abende
                                                         Ort:
          Anmeldung:   bis Montag, 19. Mai    Q106       Kosten:   URANIA, Hauptplatz 16-17/II
                                                              € 51,–
                                                                          Einzelkarten: 5 x € 15,–
           Beginn:   Donnerstag, 22. Mai              Leitung:  Mag. Dr. Elfriede Wiltschnigg,
              Zeit:   Do, 17.15–18.45 Uhr                     Kunsthistorikerin
            Dauer:   4 Abende
              Ort:   URANIA, Hauptplatz 16-17/II
            Kosten:   € 43,–   Einzelkarten: 4 x € 15,–
            Leitung:  Dr. Manfred Kammerer, Historiker


                                 Aktuelle Informationen auf www.urania.at             17
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