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SEMINARE
Franz Rogler Franz Sedlacek
Der in Graz geborene Künstler Franz Rogler (1921–1994) lernte Das wiederentdeckte österreichische
während seines Aufenthaltes in der Schweiz 1944 bis 1947 Maler-Genie
sowohl Vertreter der surrealistischen Gruppe 33 als auch der
konstruktivistischen Kunst kennen, die ihn maßgeblich beein- Franz Sedlacek (1891–1945) gilt als erst spät wiederentdeckter
flussten und sein vielseitiges Gesamtwerk prägten. Ab 1950 als österreichischer Ausnahmekünstler. Sein Ruf als wichtiger Maler
freischaffender Künstler tätig, wirkte er ab 1958 in Graz auch der Zwischenkriegszeit ist heute unbestritten. Dem magischen
als Lehrer. Realismus zugewandt war er ein stupender Kenner der Kunst-
Im Seminar werden an zwei Terminen Leben und Werk von geschichte, die er malend-paraphrasierend durchquerte. Der
Franz Rogler vorgestellt und seine Bedeutung für die steirische Krieg beendete seine Laufbahn abrupt. Der Grazer Kunsthistori-
Kunst analysiert. Der dritte Termin findet am 02. Juli um 16.00 ker und Autor Dr. Harald Vetter führt durch Leben und Werk
Uhr im Franz-Rogler-Museum (Grottenhofstraße 94) statt. dieses großen „Chemikers der Phantasie“.
Verschiedene Strömungen
Anmeldung: bis Donnerstag, 12. Juni Q109 haben das künstlerische
Beginn: Dienstag, 17. Juni Geschehen zwischen den
Zeit: Di, 17.15–18.45 Uhr beiden Weltkriegen, vor
Dauer: 3 Abende allem auch in den 1920er-
Ort: URANIA, Hauptplatz 16-17/II und frühen 1930er-Jahren,
Kosten: € 37,– Einzelkarten: 3 x € 15,– bestimmt. Dominant war
Leitung: Mag. Dr. Elfriede Wiltschnigg, zunächst der Expressionis-
Kunsthistorikerin mus. Oskar Kokoschka
(1886–1980) zählt zu dessen
Hauptexponenten. Wenig
später aber findet ein Para-
digmenwechsel statt,
der in eine andere Richtung weist; es formierten sich die sog.
Neusachlichen, gleichgesinnte Vertreter der Neuen Sachlichkeit,
die viel stärker sozialkritische Probleme in den Fokus rückten. In
Deutschland ist dies im Oeuvre von Otto Dix (1891–1969) und
George Grosz (1893–1959) zu beobachten. Österreichische Ver-
treter waren Rudolf Wacker (1893–1939) und Otto Rudolf Schatz.
Im Umfeld der Doppelbegabung Franz Sedlacek (1891–1945) –
vergleichbar mit Alfred Kubin – gibt es außerdem eine ganze
Reihe von interessanten Künstlern.
Im Vortrag von Prof. Biedermann werden Parallelen der deutschen
und österreichischen Neusachlichen mit ausgewählten Bild-
beispielen belegt.
Anmeldung: bis Mittwoch, 18. Juni Q110
Beginn: Montag, 23. Juni
Zeit: Mo, 17.15–18.45 Uhr
Dauer: 2 Abende
Wer in der Malerei Ort: URANIA, Hauptplatz 16-17/II
nur will oder sucht, Kosten: € 32,– Nichtmitglieder: € 37,–
was er sich wünscht, Leitung: Dr. Harald W. Vetter, Schriftsteller,
wird niemals etwas finden, was Publizist & Kulturhistoriker und
seine Vorlieben überschreitet. UProf. Dr. Gottfried Biedermann,
Kunsthistoriker
René Magritte
18 Aktuelle Informationen auf www.urania.at